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Sechs Flüsse, vier Bundesländer und zwei Seen in sieben Tagen

Auch von ihrer inzwischen neunten großen Radtour kehrten die "Sommerradler" der Jedermann-Gruppe des MTV Bornhausen jetzt wieder von einer schönen, aber anstrengenden Tour, entlang von 6 Flüssen, durch 4 Bundesländer und vorbei an 2 Seen, zurück. In sieben Etappen hatten sie dabei insgesamt gut 600 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt. Am Sonntag, 26. Juli, erfolgte der Start. Um kurz vor 8 Uhr morgens stiegen Rolf Werner, Manfred Hofmann, Werner Feldmann, Günter Altenhoff, Ewald Apfelbaum und Heinz Puhst auf die Räder, um vom Dorfplatz in Bornhausen die erste Etappe mit dem Ziel Hann.-Münden, am Zusammenfluss von Werra und Fulda, in Angriff zu nehmen. Mit am Ende 113 Kilometern war dies zwar die längste aller Etappen, doch bei schönem Wetter rollte die Gruppe ohne große Anstrengung bis zum Ziel. In Bodenfelde war nach 77 km die Weser erreicht und in Oedelsheim/Oberweser gab es noch eine letzte Kaffeepause, bevor man um 18 Uhr am Hotel in Hann.-Münden ankam. Auf der Terrasse wurde bei sommerlich warmen Temperaturen noch das Abendessen genossen, dann war Nachtruhe angesagt.

Am anderen Morgen, nach einem guten Frühstück, wurde das nächste Etappenziel, die Fachwerkstadt Treffurt im Wartburgkreis in Thüringen angesteuert. Leider hatte sich das Wetter geändert, denn bei der Abfahrt regnete es. Auch unterwegs, jetzt entlang der Werra, mussten immer mal wieder die Regenjacken an- bzw. ausgezogen werden. Nach einem Rundgang in Witzenhausen, bekannt als die romantische Kirschenstadt im Werratal, ging die Fahrt weiter über Bad Soden-Allendorf und Eschwege, wo die Kaffeepause noch bei schönem Wetter in der Fußgängerzone stattfinden konnte. Um kurz nach 17 Uhr, der Regen hatte aufgehört, wurde das Hotel "Waldblick" in Treffurt nach 82 Kilometern erreicht.

Die Weiterfahrt am dritten Tag, von der Werra durch die Ausläufer des Hessischen Berglandes westwärts bis nach Dankerode, einem Stadtteil von Rotenburg a.d. Fulda, war zwar mit 74 Kilometern die kürzeste Etappe, aber es wurde allmählich anstrengend. Es gab keinen Regen, aber fast die gesamte Strecke blies den Radlern ein mehr oder weniger starker Gegenwind , auch bergauf, entgegen. Schließlich waren die letzten Kilometer überaus anstrengend. Es ging, zum Teil auf Gras- und Schotterwegen, ziemlich steil bergauf. Da war schon mal der "Schiebegang" gefragt. Quasi eine Belohnung war dann die Unterkunft und das hervorragende Essen im Quartier in Dankerode. Leider konnte Ewald Apfelbaum die Tour nach dieser Etappe wegen einer Muskelverletzung nicht mehr fortsetzen und schied aus.

Für die anderen erfolgte die Fahrt von Dankerode zunächst weiter an der Fulda und später an der Eder bis zum nächsten Etappenziel in Waldeck am Edersee. Nach dem Frühstück ging es gleich richtig zur Sache, denn die ersten zwei Kilometer mussten auf einer 12-prozentigen Steigung bewältigt werden. Auch die folgende Strecke forderte der Gruppe einiges an Kondition ab, zumal wieder ein kräftiger Gegenwind herrschte. Über Spangenberg, Melsungen und Wabern wurde Fritzlar erreicht. Hier, nach der Hälfte der Gesamttour, war auch für Günter Altenhoff die Fahrt beendet. Auf Grund gesundheitlicher Probleme stieg er aus. Die nun auf vier Fahrer geschrumpfte Gruppe wurde anschließend noch ordentlich gefordert. Zuerst auf dem Eder-Radweg über Affoldern in Richtung Eder-Stausee und dann weiter auf dem Radweg R 6, zunächst auf einer stillgelegten Bahnstrecke und später steil bergauf, bis nach Waldeck. Um 18 Uhr und nach 80 Kilometern wurde dort das Quartier, das nochmals auf einer steilen Anhöhe angesiedelt war, erreicht.

Von Waldeck aus waren am nächsten Vormittag noch einige "Berge" zu bewältigen, bevor auf einem Bahnradweg schließlich Korbach angefahren wurde. Ein Rundgang durch die gut erhaltene Altstadt mit mittelalterlichen Befestigungsanlagen, steinernen Lagerhäusern und schönen Fachwerkgebäuden sind Zeugen von Tradition, Macht und Reichtum Hessens einziger Hansestadt. Die Mittagspause wurde am herrlichen Twistestausee eingelegt und nach 83 Kilometern war man schließlich auch im Übernachtungsquartier in Scherfede einem Ortsteil von Warburg angekommen. Warburg liegt im östlichen Teil Nordrhein-Westfalens und wird aufgrund der größtenteils noch vorhandenen Stadtmauer und der Stadttürme auch als Rothenburg Westfalens bezeichnet.

Auf dem Diemel-Radweg ging es am nächsten Morgen bis an die Weser bei Bad Karlshafen. Ein Highlight war, als man kurz hinter Trendelburg durch Hessens ältesten Eisenbahntunnel, den Carlsbahn-Tunnel, fahren konnte. Dadurch wurde eine längere und steile Umfahrung eingespart. Im Winter ist der Tunnel übrigens zum Schutz von seltenen Fledermausarten geschlossen. Ab Bad Karlshafen auf dem bekannten Weserradweg, endete die Etappe schließlich nach 91 Kilometern in Holzminden. Dort wurde auch zum letzten Mal übernachtet.

Nach dem letzten Frühstück stand die Heimreise auf dem Programm. In Einbeck erwartete Gerhard Wagner, der an dieser Tour leider nicht teilnehmen konnte, die Gruppe. Und so fuhr man gemeinsam Richtung Bornhausen, wo diese neunte Radtour gegen 16 Uhr und 81 Kilometern auf dem Dorfplatz endete. Damit war eine erneut sehr interessante Radtour zu Ende, an der aber alle, trotz einiger Strapazen und Ausfälle, ihren Spaß hatten. Und so war man sich einig, auch im kommenden Jahr soll wieder geradelt werden.

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