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Märsche, Polka, Walzer, Schlager und mehr

Alle Liebhaber populärer Blasmusik hatte das volkstümliche Blasorchester des MTV Bornhausen am vergangenen Samstag zu seinem jetzt schon siebten "Kuchenkonzert auf dem Dorfplatz" in Bornhausen eingeladen. Als schließlich nach fast drei Stunden der letzte Ton verklungen war, hatten es die Musiker und Musikerinnen, unter der Leitung von Dirigent Ulrich Finster, abermals hervorragend verstanden, einen musikalischen Bogen zu spannen, der für jeden Geschmack etwas dabei hatte. Auf Grund der unsicheren Wetterlage hatten die Verantwortlichen das Konzert allerdings kurzfristig in die benachbarte Turnhalle verlegt.
Mit dem frischen Marsch "Auf zum Start" von Walter Tuschla eröffnete das Orchester passend und schwungvoll das Programm. Dann begrüßte Ulrich Finster das Publikum, bedankte sich zum einen bei den vielen Helfern, die nun einmal nötig sind um so ein Konzert auf die Beine zu stellen, freute sich aber auch über den sehr guten Besuch dieser Wiederholung eines Kaffee- und Kuchenkonzertes in Bornhausen und führte anschließend ebenso immer wieder informativ in die zu hörenden Musikstücke ein.
Während sich die auch aus der weiteren Umgebung von Bornhausen angereisten Gäste an den Köstlichkeiten der Kuchentheke, die von den Musikerfrauen aufgebaut worden war, bedienten, lauschten sie gleichzeitig diesem gelungenen Konzert und klatschten oder schunkelten begeistert mit. Das spornte denn auch das Orchester an. Die Musiker und Musikerinnen spannten einen weiten musikalischen Bogen und liefen dabei zur Höchstform auf. Geschützt vor Wind und Wetter erklangen in der ersten Stunde beliebte Märsche und Polkas. Nach dem wunderschönen, aber in den deutschen volkstümlichen Sendungen nur sehr selten gespielten Marsch "Gruß an Oberbayern" von Georg Freundorfer, setzte das Blasorchester mit dem "Deutschmeister Regiments-Marsch" von Wilhelm August Jurek die Reihe der Märsche fort. "Es ist so schön ein Musikant zu sein", mit diesem großen Polka-Potpourri mit den schönsten Melodien von Slavko Avsenik und seinen Original Oberkrainern steigerte sich die Stimmung im Publikum. Die musikalische Reise ging nun nach Spanien mit dem Walzer "Espana" von Emil Waldteufel. Mit diesem Stück erreichte das Duo Cindy & Bert mit "Wenn die Rosen erblühen in Malaga" und "Spaniens Gitarren" vordere Hitparadenplätze in Deutschland. Spätestens danach waren die Zuhörer und Zuhörerinnen in bester Stimmung und guter Laune, das merkte man am Beifall. Den gab es anschließend auch für die Böhmische Polka "Goldene Tenorhörner" von Freek Mestrini. Hier brillierten die Tenorhörner des Orchesters, gekonnt vorgetragen von Arndt Fleischmann, Hans-Günter Behnke und Klaus Hofmann. Der stimmgewaltige Militärmarsch "Mein Regiment" von Hermann Brandenburg, beendete schließlich den ersten Teil.
Mit einem Marsch war das Konzert eröffnet worden und mit dem schwungvollen amerikanischen Marsch "National Emblem" von E.C. Bagley ging es nach der Pause weiter. Es folgte ein Potpourri "Pops in the Spots" von Roland Kernen, mit dem das Orchester seine Zuhörer nach Russland entführte. Zu hören waren russische Volksweisen wie die "Kosaken Patrouille", "Zwei Gitarren", "Kalinka" oder "Mitternacht in Moskau". Bei dem Stück "Polka-Spezialitäten" von Franz Watz ertönten gleich fünf Polkas aus Böhmen, Mähren, der Tschechei und Deutschland. Für die Freunde der volkstümlichen Blasmusik war anschließend mit der "Stadtschreiber Polka" eine klassische tschechische Polka von Karel Vacek zu hören. Beim folgenden Intermezzo "Der Student geht vorbei" von J.C. Ibanez, verstand es das Orchester perfekt musikalisch zu beschreiben wie ein Student schwungvoll in den Tag startet, wie er los geht, vorbeikommt und schließlich weiter geht. Es ging leise los, wurde immer lauter, um dann wieder ganz leise zu enden. Tanzmusik war danach angesagt, denn mit dem Tango "Jalousie" von Jakob Gade war einer der bekanntesten Tangos hierzulande zu hören. Zum Abschluss des zweiten Programmteils waren Musical-Melodien zu hören. Bei Walt Disneys "Selections from Mary Poppins" mit den Hits wie "Feed the Birds", "A spoonful of Sugar" aber auch "Chim Chim Cer-ee" wurde kräftig mit geklatscht.
Der Bravour-Marsch "Per aspera ad astra" von Ernst Urbach war der Auftakt zu einem überaus beschwingten dritten Teil. Der folgende Schlager "Über den Wolken", dem wohl größten Hit von Reinhard Mey, wie auch der Superhit der Gruppe Cora "Komm, wir fahr'n nach Amsterdam" taten ein weiteres um die Stimmung zu steigern. Beim anschließenden Volksliedermedley "Deutschland ist schön" von Heinz Briegel, war mitsingen angesagt. Und, bei Liedern wie "Das Wandern ist des Müllers Lust", "Hoch auf dem gelben Wagen", "Wem Gott will rechte Gunst erweisen", "Horch was kommt von draußen rein" sowie dem Elvis Presley Hit "Muss i denn zum Städele hinaus" erwiesen sich doch recht viele als erstaunlich textsicher. Der schwungvollen Polka "Wir Musikanten" von Kurt Gäble folgte noch mit "Hannover 78" ein Marschpotpourri, darunter auch das Niedersachsenlied. Diese variantenreiche Mischung aus traditioneller und moderner Blasmusik machte das Konzert letztlich zu einem ungetrübten Genuss, dem das Publikum durch viel Beifall Rechnung trug. Und was wäre ein Blaskonzert, zumal des volkstümlichen Blasorchesters, ohne die Klassiker? Also gab es zum Schluss noch den unverwüstlichen Marsch "Alte Kameraden" zum mit klatschen.

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