+++  Schon 100 Jahre - Sport - Spaß - Freizeit - im MTV Bornhausen  +++

Märsche, Polka, fetzige Blasmusik

Alle Liebhaber populärer Blasmusik hatte das volkstümliche Blasorchester des MTV Bornhausen am vergangenen Samstag zu seinem jetzt schon sechsten "Kuchenkonzert auf dem Dorfplatz" in Bornhausen eingeladen. Als schließlich nach gut drei Stunden der letzte Ton verklungen war, hatten es die Musiker und Musikerinnen, unter der Leitung von Dirigent Ulrich Finster, abermals hervorragend verstanden, einen musikalischen Bogen zu spannen, der für jeden Geschmack etwas dabei hatte. Auf Grund der unsicheren Wetterlage hatten die Verantwortlichen das Konzert allerdings kurzfristig in die benachbarte Turnhalle verlegt. Eine Maßnahme, die sich im Nachhinein als richtig erwies, denn fast pünktlich um 15 Uhr setzte auch ein Regenschauer ein.
Mit "San Lorenzo", einem der bekanntesten argentinischen Militärmärsche, der auch seit 1911 die Wachablösung beim Buckingham Palace umrahmt, eröffnete das Orchester passend und schwungvoll das Programm. Dann begrüßte Ulrich Finster das Publikum, bedankte sich zum einen bei den vielen Helfern, die nun einmal nötig sind um so ein Konzert auf die Beine zu stellen, freute sich aber auch über den sehr guten Besuch dieser Wiederholung eines Kaffee- und Kuchenkonzertes in Bornhausen und führte anschließend ebenso immer wieder informativ in die zu hörenden Musikstücke ein. Weiterhin informierte er die Besucher aber auch darüber, dass die Einnahmen aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Getränken aber auch den erbetenen Spenden zu hundert Prozent an die Hochwassergeschädigten aus dem Kreis des Orchesters aufgeteilt werden.
Während sich die auch aus der weiteren Umgebung von Bornhausen angereisten Gäste an den Köstlichkeiten der Kuchentheke, die von den Musikerfrauen aufgebaut worden war, bedienten, lauschten sie gleichzeitig diesem gelungenen Konzert und klatschten oder schunkelten begeistert mit. Das spornte denn auch das Orchester an. Die 20 Männer und sieben Frauen spannten einen weiten musikalischen Bogen und liefen dabei zur Höchstform auf. Geschützt vor Wind und Wetter erklangen in der ersten Stunde beliebte Märsche und Polkas. Dem "Mussian Marsch", einem Traditionsmarsch der Bundeswehr folgte mit "Beruska" von M.R. Prochaska die erste Polka. Bei der beschwingten Polka "In der Weinschänke" von Robert Payer kam das Publikum schon einmal so richtig in Schwung. Nach dem Marsch "Folies Bergère" von Paul Lincke begab sich das Orchester dann mit dem Marsch "St. Louis-Blues", der durch die Interpretationen von Louis Armstrong oder Glenn Miller auch als Pop-Song Erfolg hatte, über den großen Teich nach Amerika. Auf "Happy Marching Band", einer stimmungsvollen Zusammenstellung beliebter amerikanischer Folk Songs im praktischen Marschformat folgte mit "Washington Post" von John Philip Sousa, noch ein schwungvoller amerikanischen Marsch. Ein Medley "Swing mit Peter Kreuder" war anschließend angesagt. Der deutsch-österreichische Komponist hat die Musik zu über 180 Filmen geschrieben, von denen in diesem Potpourri das Orchester seine Zuhörer mit "Ich wollt ich wär ein Huhn", "Im Leben geht alles vorüber" aber auch "In einer Nacht im Mai" begeisterte. Der Marsch "Bataillon Garde", der Traditionsmarsch des Panzerbataillons 24 aus Braunschweig, beendete schließlich den ersten Teil des Konzerts.
Nach der Pause sorgte das Orchester sogleich mit "Die Sonne geht auf", einem Konzertmarsch der "Extraklasse" von Rudi Fischer, für einen stimmgewaltigen Auftakt. Nach den schottischen Volksweisen "Highland Songs" von Kurt Sorbon ging es musikalisch weiter in Amerika mit dem Medley "Frank Sinatra in Concert". Zu hören waren unter anderem seine international erfolgreichen Hits wie "Cheek to Cheek", "Summerwind" oder "Strangers in the Night" und "New York, New York". Vor dem nächsten Stück "In Junkers Kneipe", bekannt auch durch Heino "Was kann das Leben schöneres geben....", forderte Dirigent Finster die Zuhörer auf die beliebten Trinklieder mitzusingen. Stimmungsvoll wurde es im Saal, als das Orchester mit "Nessaja", bekannt auch unter der Refrain-Zeile "Ich wollte nie erwachsen sein", einen Song von Peter Maffay aus dem Konzertalbum "Tabaluga" anstimmte. Mit dem Potpourri "Helene Fischer Live" verbreitete das Orchester noch einmal gute Laune pur, denn bei den Hits wie "Das ist unser Tag", "Wunder dich nicht" und natürlich "Atemlos durch die Nacht" wurde kräftig mitgesungen. Mit einem Marsch war das Konzert eröffnet worden und mit dem schwungvollen amerikanischen Marsch "National Emblem" von E.C. Bagley ging es in die verdiente zweite Pause.
Der dritte Teil begann mit dem flotten Konzertmarsch "Schlagzeilen" von Dieter Herborg. Bei der Polka mit Gesang "Auf der Vogelwiese" wusste das Orchester auch stimmlich zu gefallen. Das "Trompeten Echo" von Slavko Avensik, seinem bekanntesten Stück, war vielen der Gäste auch als Titelmelodie aus dem "Musikantenstadl" in Erinnerung. Beendet wurde das Konzert mit "Hannover 78", einem Liederpotpourri im Marschtempo. Hier vereinten sich Orchester und Zuhörer und Zuhörerinnen noch einmal bei den bekannten Liedern "Lustige Hannoveraner", dem "Niedersachsenlied" und "Auf der Lüneburger Heide". Diese variantenreiche Mischung aus traditioneller und moderner Blasmusik machte das Konzert letztlich zu einem ungetrübten Genuss, dem das Publikum durch viel Beifall Rechnung trug. Natürlich gab es auch die geforderten Zugaben. Zu der Hymne der Bergleute, dem Steigerlied "Glück Auf", sangen alle nochmals kräftig mit. Und was wäre ein Blaskonzert, zumal des volkstümlichen Blasorchesters, ohne die Klassiker? Also gab es als weitere Zugabe noch den unverwüstlichen Marsch "Alte Kameraden" zum mit klatschen.

(Bilder zum Vergrößern bitte anklicken)

zurück zu "Volkstümliches Blasorchester"